Den Oldtimer auf Hochglanz bringen – Wie reinige und pflege ich einen Oldtimer richtig?

Oldtimer sind Schätzchen, die gehegt und gepflegt werden wollen. Die Nutzung, Zeit, Witterung sowie der mechanischer Verschleiß hinterlassen aber Spuren. Man kann den Alterungsprozess zwar nicht stoppen, aber man kann ihn immerhin verlangsamen.Durch dir richtige Reinigung und Pflege kann man einen wichtigen Beitrag leisten, das Leben eines Oldtimers zu verlängern.
Wird ein Oldtimer geliebt, wird er meist auch regelmäßig gefahren, denn das pflegt ihn mit am besten. Das häufige Fahren macht Spaß und es schützt einen Oldie dazu vor klassischen Standschäden. Dabei sollt es sich aber um eine sanfte sowie vorausschauende Fahrweise handeln, die den Motor, das Getriebe als auch das Fahrwerk schont. Aber nun einige Tipps für die richtige Reinigung und Pflege von Oldtimern:
Alle Abläufe prüfen und reinigen
Es kann Rost vermieden werden, wenn man alle Abläufe vorn, hinten sowie in den Türen prüft und freimacht. In den Abläufen sammelt sich Schmutz und Wasser staut sich an, was unweigerlich zu Rost führt.
Den Chrom pflegen
Ohne die richtige Pflege werden sich auf Chrom feine Risse bilden. Sauerstoff sowie Wasser können dadurch zu unschönen Oxidationen führen.
Den Fußraum überprüfen
Häufig gelangt Wasser in den Innenraum und verbleibt unentdeckt unter den Fußmatten. Deshalb ist es wichtig, öfters mal nachzuschauen, damit es nicht zu unangenehmen Gerüchen und Rost kommt.
Das Cockpit optimal reinigen
Das Armaturenbrett und die Lüftung sollten optimal gereinigt werden. Wenn man das Auto Cockpit richtig reinigen möchte, helfen dabei ein feuchter Lappen sowie ein Pinsel. Mit dem Lappen kann man alles gründlich abwischen. Man kann dabei Reinigungsmittel verwenden, diese sollten dann allerdings genau für die Materialien geeignet sein und sich damit vertragen. Mit einem Pinsel erreicht man gut Ritzen und den Staub in der Lüftung. Es bietet sich bei gutem Wetter an, nach dem Reinigen des Cockpits die Türen eine Zeit lang offen stehen zu lassen, damit alles trocknen kann.
Gummiteile pflegen
Damit Gummiteile vor dem Aushärten sowie Verspröden geschützt werden, sollten diese mit geeigneten Pflegemitteln (z.B. Glycerinstift) bearbeitet werden.
Hohlräume schützen
Häufig sorgen Schmutz und Feuchtigkeit in Hohlräumen für Rost. Der beste Schutz dagegen ist ein sehr kriechfähiges Fett.
Kunststoffteile pflegen
Kunststoffteile können ihre Weichmacher verlieren und spröde werden. Spezielle Tiefenreiniger können diesen Vorgang verlangsamen und zu scharfe Reinigungsmittel ihn leider beschleunigen.
Lack reinigen und pflegen
Die Lackierung des Autos ist die Schutzhülle für das Blech eines Oldtimers. Besonders Vogelkot sowie tote Insekten sollten am besten sofort entfernt werden, damit der Lack nicht angriffen wird. Grundsätzlich sollte das Fahrzeug mit den passenden Reinigungsmitteln von außen gereinigt werden. Als weiteren Schutz kann man im Anschluss Wachs auftragen, damit der Regen besser abperlt sowie Dreck nicht so leicht auf dem Lack haften bleibt.
Die Scheiben richtig reinigen
Für die Reinigung sollten nur sanfte Mittel verwendet werden, damit die Oberflächen des Armaturenbretts sowie die Dichtungen geschont werden. Dabei sollte man auch beachten, dass der Sprühnebel von alkoholhaltigem Glasreiniger den Verlust von Weichmachern fördern kann. Oft lassen sich Kratzer gut wegpolieren.
Schlösser überprüfen
Der Autoschlüssel sollte immer leicht ins Schloss gleiten sowie sich widerstandslos drehen lassen. Ansonsten helfen Graphit- oder Waffenöl, welches man hinein sprühen kann.
Die Sitze reinigen
Die Stoffsitze kann man regelmäßig absaugen und mit Polsterreiniger einsprühen. Ledersitze sollten mit einem speziellen Reiniger sowie auch passenden Pflegemitteln behandelt werden.
Das Verdeck nicht vergessen
Ein Stoffverdeck wäscht man am besten von Hand mit Schwamm und Bürste. Verschmutzungen wie Baumharz oder Vogelkot sollten sofort entfernt werden und milchige Scheiben kann man mit Plexiglas- oder Scheinwerferpolitur bearbeiten. Des weiteren sollte das Verdeck imprägniert, Gelenke geölt sowie Dichtungen gepflegt werden. Und man sollte das Verdeck nicht nass in den Verdeckkasten verstauen.
Welcher Untergrund ist für die Autoreinigung am besten geeignet und was sollte man sonst noch so beachten?
Beim Autowaschen entsteht Abwasser mit Öl- und Kraftstoffresten, Bremsstaub und Reinigungsmitteln. Diese dürfen nicht unkontrolliert ins Erdreich oder in die Kanalisation gelangen.
Geht es um den idealen Untergrund für die Autoreinigung, sind beispielsweise Pflastersteine in den meisten Fällen eher ungeeignet. Das liegt daran, dass die Fugen Wasser versickern lassen und Schmutzwasser ins Erdreich (ist verboten) gelangen kann. Oft gibt es keinen kontrollierten Ablauf und selbst mit vorhandener Ablaufrinne ist es nur in Ordnung, wenn sie ans Schmutzwassersystem angeschlossen ist. Außerdem sollte idealerweise ein Ölabscheider vorhanden sein. Dazu sehen viele Einfahrten mit Pflastersteinen nur fest aus, sind es aber dann rechtlich gesehen nicht.
Entscheidend ist, dass es eine Ablaufrinne gibt und diese in die Schmutzwasserkanalisation (nicht Regenwasser!) führt und ob ggf. ein Ölabscheider vorhanden ist. Ohne diese Voraussetzungen kann auch hier ein Verstoß vorliegen.
Geeignete Untergründe/Orte sind eine Waschbox/Waschanlage, denn dort gibt es Ölabscheider sowie eine spezielle Abwasserbehandlung oder ein privater Waschplatz mit Anschluss an den Schmutzwasserkanal plus Ölabscheider. Das wird die sicherste und rechtlich beste Lösung sein.
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